Vault 2i: 5-Sterne-Test bei STEREO

10 Juli 2019

“Was die Kanadier aus der Lenbrook-Group, zu der auch NAD gehört, hier auf die Beine gestellt haben, ist mehr als beachtlich. Die wichtigste Aufgabe haben wir weiter oben schon beschrieben – eine Bedienung, die dem Nutzer nicht gleich so viel Respekt einflößt, dass er die Finger vom Gerät lässt. Die nun im Hörraum anstehende intensive Hörprobe offenbarte schnell, dass auch klanglich keine faulen Kompromisse gemacht wurden. Wir starteten im Neugier-de-Modus und ließen uns von Qobuz neue Alben vorschlagen – das reichte von Sting uüber Santana und Grateful Dead, Neil Young bis Pavarotti und hörte bei Rory Gallagher und Schuberts Symphonie Nr. 1 & 5, gespielt vom Kammerorchester Basel, nicht auf. Auch einige der gerippten CDs hörten wir, darunter die legendäre „Dafös“. Hier war das klangliche Ergebnis ebenfalls erfreulich, die Meta-Daten als weitere Informationen auf der CD wurden ebenso wie der klangliche Inhalt mit Sorgfalt behandelt. Wer mehr Klang will (wir immer), darf sich gern nach einem hochwertigen externen Wandler umsehen. Wir versuchten es mit dem Exogal Comet DAC und konnten nun auch hartgesottene Audiophile ins Grübeln bringen – die Darbietung gewann deutlich an Geschmeidigkeit und Dynamik, verzeichnete ein Plus an Druck und Kontur in den tiefen Regionen des Frequenzspektrums und tönte insgesamt vernehmlich organischer, zusammengehöriger. Nun könnte man natürlich ketzerisch die Frage stellen, ob das denn nun was Neues sei – und ich wäre geneigt zu antworten: nein, keinesfalls. Aber so kompakt, mit riesiger Festplatte und diesem Bedienkomfort ist der Vault 2i meines Wissens tatsächlich ziemlich allein auf weiter Flur und findet im Moment keinen ernsthaften Gegner – und zu dem Preis schon gar nicht.

Fazit
Das Ding streamt, rippt und klingt, dass es nur so eine Freude ist. Gespart wurde beim Gehäuse, geprasst bei der Bedienung und der riesigen 2-TB-Festplatte, die auch große CD-Sammlungen fasst.”

Download des gesamten Tests als PDF-Datei